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H. Gautzsch Köln Industrie
Von-Hünefeld-Straße 97
50829 Köln
Homepage:www.gautzsch-koeln-industrie.de
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H. Gautzsch Profil

NACHHALTIG­KEITS­BERICHT

GESCHÄFTSJAHR 2021/2022


H. Gautzsch Firmengebäude

1. Die H. Gautzsch Firmengruppe

1.1 UNTERNEHMENSVORSTELLUNG

Die H. Gautzsch Firmengruppe ist ein Verbund führender mittelständischer Unternehmen mit mehr als 50 Standorten und über 1.200 Mitarbeitenden. Als echtes Familien­unternehmen mit Sitz in Münster/Westfalen ist die Gruppe inhaber­geführt und mittelständisch geprägt.

Mit den operativ selbstständigen Großhandels­häusern agiert H. Gautzsch seit 1857 in drei Geschäfts­bereichen: Der Großhandel für Elektrotechnik ist Partner für Handwerk, Handel und Industrie. Der Geschäftsbereich Haus und Garten ist ein führender Akteur im Global Sourcing, in der Produktentwicklung und im Vertrieb der H. Gautzsch Marken SIENA GARDEN, SIENA HOME, IRONSIDE und vielen anderen Qualitäts­marken anderer Hersteller. Diverse Dienst­leistungs­unternehmen komplettieren das Angebot für unsere Kundinnen und Kunden.

Fakten:

  • Unsere Firmengruppe hat 1.339 Mitarbeitende, davon 1.049 Männer, 222 Frauen, 58 männliche Auszubildende und 10 weibliche Auszubildende.
  • Unsere Firmengruppe hat im Jahr 2022 Umsatzerlöse von rund 700 Mio.EUR erzielt.
  • Unsere Unternehmen sind in Deutschland, Österreich und China angesiedelt.

1.2 NACHHALTIGKEITSGEDANKE

Nachhaltiges Verhalten ist unverzichtbar, denn wir haben nur diese eine Erde. Durch Transport­ketten und Ressourcen­verbrauch, aber auch durch die Nutzung von Fläche und Energie vor Ort, haben auch wir einen großen Einfluss auf die Umwelt. Wir erkennen unsere Verant­wortung der Umwelt und den nächsten Generationen gegenüber.

Als Hersteller, Großhändler und Dienstleister sieht sich H. Gautzsch in der Pflicht, das Thema Nachhaltigkeit in die Unternehmens­kultur einzubinden. Die H. Gautzsch Firmen­gruppe beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. Dabei nimmt das Unternehmen sowohl produkt- als auch unternehmens­bezogene Bereiche ihres Handelns kritisch in Augenschein. Langjährige Beziehungen zu Produktions- und Lieferstätten und ein systematisches Qualitäts- und Nach­haltig­keits­management führen zu konsequent weiterentwickelten und qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen. Mit der #missionlessformore werden nun auch expliziter nachhaltige Produkte geführt. Die Firmengruppe ist der Meinung, dass es für mehr oft weniger braucht. Deshalb setzt sich H. Gautzsch für weniger Umweltbelastung und mehr Nachhaltigkeit ein.

Untrennbar mit Nachhaltigkeit verbunden sind die menschlichen Arbeits­bedingungen in den Werken und Lagern, faire Löhne und eine bewusste Verwendung nachwachsender Rohstoffe. Nachhaltigkeit ist für H. Gautzsch die Grundlage unserer Firmenphilosophie, nach der sich das Denken und Handeln ausrichten. Auch deshalb bringt sich H. Gautzsch vermehrt in soziale und ökologische Projekte ein, um auf die Wichtigkeit der Thematik hinzuweisen und Wissen zu teilen.

Die Nachhaltigkeit­sstrategie ist aktuell dreistufig aufgebaut. Die Stichworte Vermeidung, Reduzierung und Kompensierung lenken dabei die kontinuierlich optimierten Prozesse und führten bisher dazu, dass z. B. bereits ab 2021 alle SIENA GARDEN und SIENA HOME Artikel klimaneutral transportiert und auch die Kommunikations­kanäle in Print und digital klimaneutral gestaltet werden.

1.3 UMWELTPOLITIK DER H. GAUTZSCH FIRMENGRUPPE

Das Handeln der H. Gautzsch Unter­nehmens­gruppe wird durch die #missionlessformore bereits an den ökologischen, sozialen und wirt­schaft­lichen Zielen des nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichtet. Der schützende Umgang mit unserer Umwelt ist dabei ein zentraler Punkt unserer Firmenpolitik. Wir wollen jedoch nicht nur zukünftige Schäden verhindern, sondern auch bereits entstandene Umwelt­belastungen zurückführen. Unser Nach­haltig­keits­konzept leitet sich aus dem Bestreben ab, nachfolgenden Generationen einen besser geschützten Planeten zu hinterlassen.

Unser Umwelt­management: Durch ein funktionierendes Umwelt­manage­mentsystem, unsere Teilnahme an ökologischen Projekten wie ÖKOPROFIT und der aktiven Mitwirkung der Mitarbeiter*innen, möchten wir zu einer nachhaltigen Entwicklung an unseren Standorten und entlang des Lebens­zyklus unserer Produkte beitragen. Das Umwelt­manage­ment-System wird kontinuierlich fort­entwickelt.

Unsere Vorsorge: Betriebliche Umwelt­vorsorge bedeutet für uns, betriebliche Abläufe ganzheitlich zu betrachten, zu analysieren und zu optimieren. Nur durch die systematische Ausrichtung unserer Produktions-, Dienst­leistungs- und Handels­prozesse an Nach­haltig­keits­zielen können Belastungen für die Umwelt reduziert werden. Wir halten die Gesetze und Verordnungen sowie die behördlichen Auflagen ein und wir verpflichten uns darüber hinaus, den betrieblichen Umweltschutz stetig weiterzuentwickeln. Bei allen Maßnahmen zum Umweltschutz orientieren wir uns an der besten verfügbaren und wirtschaftlich anwendbaren Technik.

Unsere Zusammenarbeit: Umwelt­schutz kann nur durch die aktive Mitwirkung aller beteiligter Personen erfolgreich in allen Prozessen der Unternehmung integriert werden. Dafür braucht es Bewusstsein, Wissen und Motivation. Wir nutzen unsere Informations­kanäle, um die Mitarbeiter*innen bestmöglich über den aktuellen Stand zu unterrichten, ihnen Lust und Spaß an den Themen des Umwelt­schutzes zu vermitteln und nicht zuletzt auch die Mit­verant­wortung, die jede*r trägt, klar heraus­zustellen. Wir führen einen offenen und sachlichen Dialog mit Stakeholdern über die Umwelt­auswirkungen unserer Tätigkeiten und über mögliche Ver­besserungen. Wir sind im stetigen Austausch mit Lieferanten und Kunden, um das Ein­kaufs­erlebnis noch umwelt­freundlicher zu gestalten und integrieren neuste Technologien, um diesem gerecht zu werden.

Unsere Standorte: Durch Moder­nisierungen an unseren Standorten ist ein effizienter Umgang mir Ressourcen stets gesichert. Die H. Gautzsch Unternehmens­gruppe strebt, so weit wie möglich, an, selbst Strom zu produzieren und Wärme effizient zu erzeugen. Bei der Beschaffung von Roh- und Hilfs­stoffen beachten wir, soweit wie möglich und wirtschaftlich vertretbar, ökologische Kriterien und bevorzugen Lieferbetriebe, die dem Umweltschutz einen ähnlich hohen Stellenwert einräumen wie wir. So weit als möglich werden auch alle für den Transport unserer Produkte benötigte Materialien lokal eingekauft. Um Ressourcen zu schonen und Abfälle zu reduzieren setzen wir, im B2B-Bereich, auf Mehr­weg­systeme. Im B2C-Bereich fokussieren wir uns auf kunststofffreie Transportverpackungen.

Unser Geschäftsfeld: Als globaler, fabrik­unab­hängiger Hersteller mit nur bedingtem Einfluss auf Trans­port­ent­scheidungen von Vor­lieferanten setzen wir bewusst auf eine klimaneutrale Waren­beförderung von der Fabrik bis zum B2C-Kunden. Gemeinsam mit unseren Kunden und Lieferanten arbeiten wir daran, Ein­weg­ver­pack­ungen zu reduzieren und dem Kunst­stoff­gebrauch zu reduzieren. Innerhalb des #missionlessformore Portfolios arbeiten wir gemeinsam mit Lieferanten auch im Produkt­bereich an nachhaltigeren Alternativen.


Solaranlage

2. Unser Einfluss auf die Umwelt

2.1 DIREKTE UMWELTASPEKTE

Durch unsere Tätigkeiten haben wir an unseren Standorten direkten Einfluss auf die Umwelt, da wir hier neben der Fläche für unsere Gebäude natürlich auch Strom, Gas und Wasser verbrauchen sowie Müll produzieren. Wir können auf diese direkten Umwelt­aspekte Einfluss nehmen bzw. sie steuern.

Direkte Umweltaspekte führen zu folgenden Umweltauswirkungen:

  • Flächenverbrauch,
  • Energieverbrauch (Strom und Gas),
  • Wasserverbrauch und Abwasser,
  • Abfallmengen (Abfallarten),
  • sowie daraus folgende Emissionen.

Nachfolgend Zahlen der Standorte Dornierweg Münster bzw. Albachten. Sie zählen mit zu den größten Standorten der Firmengruppe.

Stromverbrauch

Um unseren Stromverbrauch vermehrt über nachhaltige Energie abzudecken, bauen wir wo es technisch und vertraglich möglich ist, PV-Anlagen auf unsere Dächer. 2022 waren 11 unserer Firmen mit PV-Anlagen ausgestattet. Am Standort Dornierweg ist ein weiterer Ausbau im kommenden Jahr geplant, mehr dazu in Kapitel 3.1.

2019 in kWh2020 in kWh2021 in kWh
Albachten1.249.061,001.182.168,001.458.262,00
Dornierweg Münster1.196.260,001.273.950,001.146.863,00

PV-Anlage Dornierweg Münster

Am Standort Dornierweg Münster werden derzeit etwa 12 bis 13 % unseres Gesamt­strom­verbrauchs über die PV-Anlage abgedeckt. Dieser Anteil soll sich mit dem Ausbau der PV-Anlage (Kapitel 3.1) auf mindestens 35 – 40 % erhöhen.

2019 in kWh2020 in kWh2021 in kWh
Erzeugnung145.068,10165.752,13158.968,00
Selbstverbrauch134.526,10156.145,45147.862,00
Einspeisung10.542,009.606,6811.106,00

Gasverbrauch

Wir sind bestrebt, einen Weg weg von fossilen Brenn­stoffen zu finden. Doch natürlich geht dies nicht von heute auf morgen und muss gut durchdacht sein. 2021 hatten wir am Standort Dornierweg Münster einen Ausfall unserer Wärmepumpen über mehrere Monate und mussten somit verstärkt auf Gas zurückgreifen, wodurch der Anstieg 2021 zu erklären ist. Ebenso standen corona­bedingt häufig Ladetore offen, um einen Luft­aus­tausch zu gewähr­leisten.

2019 in kWh2020 in kWh2021 in kWh
Albachten711.272,00725.094,00704.191,00
Dornierweg Münster850.478,00831.071,001.087.798,00

Müllaufkommen

Unser Müll­auf­kommen ist stark abhängig von den Verkaufs­zahlen. Wir wollen hier jedoch vor allem durch unsere erweiterte Trennung, sowohl im Lager- als auch im Bürobereich, den nicht vermeidbaren Abfall weitestgehend in den Kreislauf zurückführen. Des Weiteren nutzen wir alte Kartonage als Füllmaterial und verzichten, wo immer es möglich ist, auf Plastik in der Verpackung. Zu diesem Thema mehr in Kapitel 3.1.

2019 in Tonnen2020 in Tonnen2021 in Tonnen
Albachten446,88382,72424,67
Dornierweg Münster346,36402,40385,54

Abfallaufkommen Papier, Pappe, Karton (in t) 2021 am Standort Albachten

Statistik Abfallaufkommen

Wasserverbrauch

Unser Wasser­verbrauch bezieht sich ausschließlich auf den Verbrauch für unsere Sanitär­anlagen und das Bewässern unserer Gelände­be­pflanzung. Wir kontrollieren und dokumentieren den Verbrauch, um eventuelle Beschädigungen oder Leckagen schnell zu erkennen. Der durchschnittliche Verbrauch liegt hier bei ca. 60 Litern pro Tag und Mitarbeitenden.

2.2 INDIREKTE UMWEL­TASPEKTE

Da wir als Großhändler Produkte zu unseren Kundinnen und Kunden bringen möchten, haben wir durch Transport­emissionen einen starken Einfluss auf die Umwelt. Des Weiteren lassen wir für unsere Eigen­marken Artikel in Europa und im asiatischen Raum produzieren. Somit nehmen wir hier durch die Nutzung von Rohstoffen ebenfalls umweltbedingten Einfluss.

Solche indirekten Umwelt­aspekte zu beeinflussen, ist nur bedingt möglich.

Das Thema Ressourcen­schonung wird bereits bei dem Produktdesign berücksichtigt. Wo möglich, wird auf Plastik verzichtet, sowohl bei dem Produkt an sich als auch bei der Verpackung. Bei der Produkt­verpackung unserer Eigenmarken werden die Artikel möglichst ohne Plastik verpackt. Allerdings muss hier darauf geachtet werden, dass das Produkt so verpackt ist, dass es beim Transport und bei der Lagerung unbeschädigt bleibt, denn ein defektes Produkt ist das Gegenteil von nachhaltig. Ebenfalls wird auf die Zerlegbarkeit des Produktes geachtet, einerseits, um Kartonage und Frachraum einzusparen, andererseits, um Teile austauschen zu können und so die Reparierbarkeit und somit die Langlebigkeit des Produktes zu sichern.

Wir verlängern den Lebenszyklus unserer Produkte außerdem durch eine umfassende Ersatzteil­versorgung, inklusive ewiger Ersatzteile aus dem 3D-Drucker.

Im Bereich der Produktions­überwachung unserer Lieferanten (vor allem im asiatischen Raum) nutzen wir das Auditsystem über amfori BSCI. Die Tochterfirma GARDAMO ist Mitglied der amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI).

Der BSCI-Verhaltens­kodex basiert auf den wichtigsten internationalen Überein­kommen zum Schutz der Arbeit­nehmer­rechte wie den Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und anderen wichtigen Erklärungen der Vereinten Nationen, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen und dem UN Global Compact sowie ethischen Standards im Allgemeinen.

Der BSCI-Verhaltenskodex umfasst folgende Grundsätze:

  • Sozialmanagementsystem und Kaskadeneffekt
  • Beteiligung und Schutz der Arbeitnehmer
  • Das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen
  • Keine Diskriminierung, Gewalt oder Belästigung
  • Besonderer Schutz für junge Arbeitnehmer
  • Keine Schuldknechtschaft, Zwangsarbeit oder Menschenhandel
  • Faire Vergütung
  • Menschenwürdige Arbeitszeiten
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Keine Kinderarbeit
  • Keine prekäre Beschäftigung
  • Umweltschutz
  • Ethisches Geschäftsverhalten

Somit können wir hier über amfori BSCI einen Teil unserer sozialen und ökologischen Verantwortung absichern. Des Weiteren finden selbst­verständlich Vor-Ort-Besichtigungen der Produktions­stätten durch unsere Mitarbeitenden statt.

Die Einhaltung umwelt­rechtlicher Belange lassen wir uns von unseren Lieferanten schriftlich bestätigen. Den Stoffeinsatz in unseren Produkten lassen wir durch regelmäßige Labor­untersuchungen überprüfen.

Seit 2009 ist unser Unternehmen FSC®-zertifiziert und unterstützt somit, neben der verantwortungs­vollen Bewirtschaftung von Wäldern, auch die Sicherheit der Arbeitenden vor Ort und die Akzeptanz der Waldbewohner.

die Emissionen durch unsere Transport­ketten zu verringern, nutzen wir insbesondere für die langen Land­transporte in unser Haus & Garten - Zentrallager Süd in Ulm den Schienenverkehr. 2022 konnten ca. 14 % der gesamten Nachlauf­transporte unserer Firma GARDAMO GmbH & Co. KG, welche für den Import außer­euro­päischer Ware zuständig ist, über die Schiene erfolgen. Häufig gibt die Infrastruktur jedoch nicht die Möglichkeit her, auf den Schienen­transport auszuweichen, weshalb wir Emissionen durch den Transport in unserer Branche nicht komplett vermeiden können.

Seit 2021 spielt, neben unseren Verhinderungs- und Reduzierungs­bemühungen, die möglichst vollständige Kompensation unseres CO2 -Ausstoßes mit Zertifikaten, für den Transport unserer SIENA GARDEN und SIENA HOME Artikel vom Lieferanten bis zum Lager, eine wichtige Rolle.

Wir haben hier voraus­schauend gehandelt und CO2 -Zertifikate für 35.000 Tonnen CO2 eingekauft, um wirtschaftlich nicht der immensen Preis­steigerung zu unterliegen, und natürlich, um ökologisch auf der sicheren Seite zu sein. Diese Summe reicht aus, um den CO2 - Ausstoß für den Transport unserer SIENA GARDEN und SIENA HOME Artikel zwischen unserem Lieferanten und unseren Lägern zu kompensieren

Bei der Zuführung und dem Vertrieb unserer Ware achten wir auf eine Voll­auslastung unserer See- und Land­transport­mittel sowie eine optimierte Routenplanung.

Neben den Emissionen durch unsere Transport­ketten, entstehen auch Emissionen durch unsere Mitarbeitenden auf dem Arbeitsweg. Hier versuchen wir bereits durch Angebote wie ein modernes Fahrradhaus und das Angebot des sub­venstionierten Mitarbeitenden-Fahrrad-Leasings, das Rad als eine gute Alternative hervorzuheben.

Für unsere Kundinnen und Kunden in und um Münster ist es, in einem lokalen Pilotprojekt, möglich die klima­neutrale Zustellung der LEEZEN HEROES zu nutzen und sich die Ware mit dem Cargo-Bike bringen zu lassen. Kommen andere Zustelldienste zum Einsatz achten wir auf Unternehmen mit Umweltzertifikat bzw. klima­freundlichen Fahrzeugen.


Team hält die Hände hoch

3. Was wir bereits umgesetzt haben: Unsere Umwelt­strategie

3.1 NACH­HALTIG­KEITS­KONZEPTE AM STANDORT

An unseren Standorten haben wir bereits Maßnahmen getroffen, um unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern oder positive Effekte zu schaffen, wie zum Beispiel die Biodiversität vor Ort zu fördern. Alle Neugebäude werden nach dem Energie­effizienz­haus Standard 40 gebaut, 60 % effizienter als es die EnEV vorschreibt. Des Weiteren bauen wir nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit dem Zertifikat Platin. Unser Gebäude am Dornierweg wurde von 2018 bis 2020 komplett energetisch saniert. Und weitere Maßnahmen zur Reduzierung unserer direkten Umwelt­aspekte haben stattgefunden und werden in den folgenden Kapiteln dargestellt.

3.1.1 Mobilität

Die Fahrzeugflotte der Firmengruppe wird nach und nach auf E-Mobilität umgestellt. Ladesäulen werden errichtet (Dornierweg, Münster: 4 Säulen mit 8 Ladepunkten). Aber es ist sehr wichtig den Ausbau der Ladesäulen im Ganzen zu sehen. Es reicht nicht aus, Ladesäulen am Firmen­standort zu installieren. Auch am Wohngebäude des Mitarbeitenden mit E-Firmenwagen müssen Möglichkeiten geschaffen werden, um das Auto zu laden, genau wie in der gesamten Infrastruktur.

Elektro PKWHybrid PKW
Zugelassen810
Bestellt116

Unser Pilotprojekt ist der Anfang und wir möchten den Ausbau in den nächsten Jahren weiter vorantreiben. Fast 13 % der insgesamt 271 Dienstwagen, die wir vorhalten, sind zugelassene bzw. bestellte Elektro- bzw. Hybrid-Fahrzeuge.

An den Standorten Loddenheide und Dornierweg Münster kommen, in einem weiteren Pilotprojekt, die ersten Diensträder zum Einsatz.

3.1.2 Abfallwirtschaft

Als Groß­handels­unternehmen fällt bei uns kein direkter Müll durch Produktion an, jedoch vor allem im Bereich der Trans­port­verpackungen. Die größte Menge unseres Abfalls machen Pappe, Papier und Karton sowie Kunststoff aus. Doch auch Restmüll ist nicht unerheblich. Hier möchten wir zukünftig weiterhin verstärkt trennen, um mehr Abfall in den Kreislauf zurückzuführen und weniger im Restmüll landen zu lassen. In diesem Jahr haben wir daher als Pilotprojekt unsere Trennung im Lagerbereich noch stärker differenziert sowie neue Trennsysteme im Bürobereich eingeführt. Zuvor wurde am Standort Dornierweg, Münster im Bürobereich nicht getrennt. Nun erfolgt eine Trennung in die Abfall­fraktionen Bio-, Kunststoff-, Papier- und Restmüll. Wir möchten den Standort Dornierweg hier als Teststandort nutzten, um diese Trennsysteme zu per­fektionieren und anschließend auf alle Standorte zu überführen.

Abfall Albachten

2019 in Tonnen2020 in Tonnen2021 in Tonnen
Papier, Pappe, Karton (PPK)144,16135,04142,60
Holz141,15104,98135,57
Restmüll101,1579,5465,26

Abfall Dornierweg Münster

2019 in Tonnen2020 in Tonnen2021 in Tonnen
Papier, Pappe, Karton (PPK)167,84187,78184,46
Holz81,8295,49100,67
Restmüll46,1954,1044,78

Eine weitere Maßnahme, die zur Reduktion der Abfallfraktion PPK führt, ist der Einsatz zweier Ver­packungs­polster­maschinen am Standort Albachten. Hier werden alte Kartons geschreddert und kommen als Füllmaterial zum Eins.

Des Weiteren wird, so weit wie möglich, auf den Einsatz von Plastik verzichtet. Die Poststraße in Albachten ist plastikfrei. Es kommen neben dem eigens geschredderten Füllmaterial noch Luft­polster­schläuche aus Papier und Papier­klebe­streifen zum Verschließen der Pakete zum Einsatz.

3.1.3 Energiemanagement

Grundsätzlich sind unsere Gebäude und Lagerhallen bereits mit LED-Leuchten und Präsenz­meldern ausgestattet, um den Stromverbrauch zu reduzieren. In den Aus­stellungs­bereichen am Dornierweg lassen sich die Lichter zusätzlichen dimmen.

Während der Ende 2022 geltenden Gasnotlage sind Durch­lauf­erhitzer an den Hand­wasch­becken ausgeschaltet, genau wie Akzent- und dekorative Beleuchtung. Da die Sicherheit immer oberste Priorität hat, ist eine Grund­beleuchtung für Spät- und Nachschichten sowie Sicherheits­personal immer gegeben.

Wie bereits in Kapitel 2.1 erwähnt, statten wir nach und nach unsere bestehenden Firmengebäude mit PV-Anlagen aus bzw. erweitern bestehende Anlagen.

Dies muss technisch möglich sein und hängt auch davon ab, ob das Firmeng­ebäude Eigentum oder Mietobjekt ist. Am Standort Dornierweg wird im Jahr 2023 ein Ausbau der existierenden PV-Anlage (170KWp) um weitere 500 KWp stattfinden. Der Anteil des Stroms der PV-Anlage am Gesamt­strom­verbrauch wird damit von ca. 12 bis 13 % auf mindestens 35 bis 40 % ansteigen.

Am Standort Dornierweg Münster befindet sich der Zentrale Sitz der Firmengruppe. Da hier mehrere Firmen in einem Bürogebäude sitzen, fällt die Zuordnung der einzelnen Verbräuche schwer. Dies ist aber zur Analyse von Verbrauchs­daten wichtig. Es wurden, um die Verbrauchs­zuordnung zu vereinfachen und somit starke Verbräuche besser lokalisieren zu können, zu den 7 existierenden, 28 weitere Stromzähler eingebaut.

3.1.4 Biodiversität am Standort

Für unsere großen Lagerhallen, Gebäude und Parkplätze versiegeln wir Flächen. Wir möchten hier nach und nach die Biodiversität an unseren Standorten fördern und Natur und Mensch Gutes tun. Am Dornierweg haben wir im September 2022 als Pilotprojekt eine Fläche von 180 m² in ein buntes Staudenbeet umwandeln lassen. Das Staudenbeet bietet Nahrung für Insekten und somit auch einen Zufluchtsort für Kleintiere wie Igel und Vögel. In diesem Zuge werden wir auf unserem Gelände im Frühjahr 2023 auch Insekten­hotels aufstellen und Nistkästen anbringen, um die Biodiversität am Standort zu fördern. Ebenfalls werden wir im nächsten Frühjahr zwei Bienenvölker ansiedeln.

Für den Standort Ulm ist für 2024 eine wilde Blühwiese mit T-Mast für Greifvögel geplant, sowie das Aufstellen und Anbringen von Insekten­hotels und Nistkästen.

3.1.5 Umweltbewusstseinsschärfung

Neben technischen Maßnahmen, die wir ergreifen, um unsere negativen Einflüsse auf die Umwelt zu verringern, spielt vor allem das Umwelt­bewusstsein aller Mitarbeitenden der Firmengruppe eine ausschlaggebende Rolle. Jeder kann einen Beitrag leisten. Daher möchten wir alle Mitarbeitenden zu einem sparsamen und bedachten Umgang mit Ressourcen animieren. Dies gilt für alltägliche Bereiche wie beispielsweise die Nutzung der Heizung, aber auch für den Bereich Einkauf, ob für Handelsgüter oder Betriebsstoffe. Nachhaltigkeit und Umwelt­verträglichkeit haben hier Vorrang.

Unsere Aufmerksamkeit und unser Umwelt­bewusstsein sind ausschlaggebend für ein funktionierendes Um­welt­management­system und unser Beitrag. Um dieses Bewusstsein immer wieder zu stärken, finden regelmäßig Nach­haltig­keits­schulungen statt. Aber nicht nur durch Schulungen werden Bewusstsein und Aufmerksamkeit belebt, auch die kontinuierliche Kommunikation über aktuelle Entwicklungen der Arbeit des Umweltmanagements über unterschiedliche Kanäle wie Un­ternehmens­zeitschrift, SharePoint oder Teams regen das eigene Handeln eines jeden Mitarbeitenden an. Und für willkommene neue Ideen von Mitarbeitenden, wie wir unser Handeln nachhaltiger gestalten können, steht neben einer Mailadresse auch ein Briefkasten im Lager zur Verfügung.

Um die Verknüpfung der einzelnen Fachbereiche direkt bei der Entstehung neuer Maßnahmen stattfinden zu lassen, haben wir ein Umweltteam gegründet, das in monatlichen Meetings zusammenkommt.

3.2 NACH­HALTIG­KEITS­STRATEGIE INDIREKTE UMWELT­ASPEKTE

Um auf unsere indirekten Umweltaspekte einwirken zu können, nutzen wir zum einen Kontrollsysteme wie amfori BSCI, um soziale, ökologische und rechtliche Aspekte abdecken zu können.

Des Weiteren kommen wir als Unternehmen selbst­verständlich unseren rechtlichen Pflichten nach, genannt seien hier aus Umweltsicht vor allem das ElektroG, VerpackG und BattG. Wir melden unsere Daten und nehmen am Dualen System teil. Im Rahmen unserer Zertifizierungen fanden 2022 umfassende, und positive, Rechtsschecks statt.

Wir gestalten den Transport unserer Eigen­marken SIENA HOME und SIENA GARDEN vom Lieferanten bis zu unserem Lager möglichst klimaneutral, indem wir die nicht zu vermeidenden CO2 -Emissionen mit Zertifikaten aus türkischer Wind­kraft­produktion kompensieren. Auch die Bevorzugung von Schiene statt Straße rückt immer weiter in den Vordergrund.

Hinzu kommen die optimierte Routen­planung und die optimierte Container­auslastung, um Umwege und Leerräume, und somit auch CO2 -Emissionen einzusparen.

Ebenfalls kompensieren wir die Nutzung unserer Internetseiten mit ClimatePartner, um auch hier eine klimaneutrale Nutzung zu gestalten.

Um auch einen Einfluss auf die Ressourcen­ver­schwendung durch nicht mehr genutzte Artikel der Hand­werks­branche zu nehmen, sind wir eine Kooperation mit materialrest24.de eingegangen, mit der wir sogar zu den Finalisten des Next Economy Awards 2023 im Rahmen des Deutschen Nach­haltig­keits­preises zählen. Wir wollen als Fach-Großhandel einen völlig neuen Weg gehen und Handwerkern die Möglichkeit bieten, übrig gebliebene Materialien und Bauteile auf dem Zweitmarkt anzubieten. Nachhaltigkeit, Ressourcen­schonung, aber auch der Lagerplatz stehen dabei im Vordergrund. Hierfür kooperieren wir mit materialrest24.de, einem Online-Marktplatz speziell für gewerbliche Handwerker.

3.3 UNTERSTÜTZUNG SOZIALER, KUL­TURELLER UND ÖKO­LOGISCHER PROJEKTE

Unsere Firmengruppe setzt vor allem auf die Unter­stützung lokaler Gemein­schaften. So spenden wir beispielsweise mit jedem Heißgetränk, das wir in unseren Räum­lich­keiten trinken, an das Palliativnetz Münster. Ende 2021 sind so insgesamt 5.000 € zusammen­gekommen.

Regelmäßige Spenden gehen ebenfalls an die Deutsche Multiples-Sklerose-Stiftung Münster. Im Jahr 2022 waren es 7.500 €.

2022 wurden auch Menschen in Kriegs- und Krisen­gebieten unterstützt (Betrag der Zuwendung: 7.000 €).

Als ökologische Organisation haben wir 2021 The Ocean Cleanup finanziell unterstützt. Die Organisation sammelt mit verschiedenen innovativen Technologien Plastik­partikel aus Flüssen und Meeren und führt diese dem Recycling­prozess zu.


H. Gautzsch Firmengebäude

4. Was wir bereits erreicht haben

Die Maßnahmen, die wir im Jahr 2022 umgesetzt haben, sind vielfältig:

  1. Gründung eines Umweltteams
  2. Ökoprofit Zertifizierung
  3. Pilotprojekt: Ausbau Stromzähler
  4. Pilotprojekt: Ausbau E-Mobilität
  5. Subvenstioniertes Mit­arbeitenden-Fahrrad-Leasing
  6. Erfolgreiches Rating der Uni-Credit-Bank
  7. Teilnahme an EcoVadis-Rating
  8. Pilotprojekt Biodiversität: Pflanzung eines Staudenbeets
  9. Einführung eines zertifizierten Umwelt­management­systems nach DIN EN ISO 14001:2015
  10. Pilotprojekt: Dienstfahrräder
  11. Pilotprojekt: Mülltrennsysteme
  12. Finalisten beim Next Economy Award im Rahmen des Deutschen Nachhaltig­keits­preises

Sehr stolz sind wir auf unsere Auszeichnung von Ökoprofit, die wir im Mai 2022 erreicht haben und unsere Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2015, die im November 2022 erfolgt ist. Dies zeigt uns, dass unsere Umwelt­management­struktur effektiv ist und uns zu unseren Zielen führen wird.

Eine ebenfalls großartige Leistung ist die Nominierung zum Finalisten beim Next Economy Award im Rahmendes Deutschen Nachhaltig­keits­preis in diesem Jahr. Wir sind hier mit unserer Kooperation mit materialrest24.de (s. Kapitel 3.2.1) in die Bewerbung gegangen, die wir mit der Finalisten­auszeichnung des NEA 2023 sehr erfolgreich abgeschlossen haben.

Wir können also mit Stolz zurückblicken auf die Leistungen im Jahr 2022.

Die Herausforderungen der vergangenen 2,5 Jahre haben uns nicht die Möglichkeit für Zahlendaten gegeben, mit denen wir aus­sage­kräftig arbeiten können.

Durch die Corona-Pandemie wurde in unseren Lägern beispiels­weise mit offenen Toren gearbeitet, was zu einem Anstieg des Gas­verbrauchs geführt hat. Viele Mitarbeitende der Büros waren im Home-Office, wodurch sich auch hier Strom- und Gasdaten verschieben. Insgesamt können wir beim Strom­verbrauch und beim Müll­aufkommen eine Reduzierung feststellen. Der Gas­verbrauch ist von 2020 zu 2021 leider durch die genannten Umstände leicht angestiegen.

Aber wir sind uns sicher, dass wir mit unseren ein­geführten Maßnahmen schon bald positive Effekte auch bei unseren Zahlen des Strom- und Gas­verbrauchs sowie des Abfall­aufkommens feststellen werden.

Kennzahlen

20202021
Stromverbrauch Logistikstandorte kWh/m²17,99 kWh/m²15,70 kWh/m²
Stromverbrauch Büro kWh/MA am Tag18,42 kWh/MA am Tag15,52 kWh/MA am Tag
Gasverbrauch kWh/m²59,11 kWh/m²64,03 kWh/m²
Abfallaufkommen g/€ (bereinigt um Preissteigerung)4,67 g/€ Umsatz4,47 g/€ Umsatz

Landschaft mit Wiese und Bäumen

5. Welche Ziele wir verfolgen

Natürlich möchten wir mit unseren Aktionen unsere Umwelt­leistung kontinuierlich verbessern und finden hier immer wieder neue Prozesse, die wir evtl. noch verbessern können, stoßen auf verbesserte und neue Technologien und setzen uns weitere Ziele, um unser Handeln nachhaltiger zu gestalten und unserer Ge­ne­rationen­ver­pflichtung nachzukommen.

Alle Ziele haben für uns Bedeutung, ob kleine Maßnahmen, die am Standort stattfinden, oder große, die die gesamte Lieferkette beeinflussen. Im Folgenden wollen wir aufzeigen, was wir im nächsten Jahr anstreben, klein wie groß.

5.1 AN DEN STANDORTEN

Für das kommende Jahr möchten wir uns an den Standorten verstärkt mit Müll­trennung, -re­du­zierung und -vermeidung beschäftigen. Zum einen durch unsere Trenn­systeme, die wir weiter optimieren möchten. Der Restmüll soll hierdurch um 10 %, was ca. 4 Tonnen entspricht, reduziert werden. Zum anderen durch Anpassungen unserer System­ein­stellungen. Durch aufmerksame Mitarbeitende ist es aufgefallen, dass wir ein erhöhtes Aufkommen an Ausdrucken haben, die teilweise nicht zwingend benötigt werden. Hier möchten wir Einiges umstellen und digitale Lösungen vorantreiben. Wir möchten unseren Einsatz von Druckerpapier im kommenden Jahr um 15 % reduzieren.

Verpackungs­müll möchten wir durch neue Ver­packungs­maschinen reduzieren. Diese Maschinen „bauen“ die Verpackung um die Artikel. Es wird kein Füllmaterial mehr benötigt und Platz gespart. Dies hat wiederum Auswirkungen auf den Transport, weil der LKW noch besser ausgelastet werden kann, da er weniger Luft im Paket transportiert. Diese neuen Maschinen werden zunächst am Standort Albachten getestet.

Des Weiteren möchten wir vor allem den Gasverbrauch reduzieren. Zum einen soll dies durch die Bewusst­seins­schärfung der Mit­arbeitenden geschehen, zum anderen durch den Einsatz weiterer Gaszähler zur Analyse sowie den Einbau von Hoch­effizienz­pumpen. Wir hoffen hier im Jahr 2023 eine Reduktion um 5 % im, Jahr 2024 um 10 % zu erreichen.

Auch den Stromverbrauch möchten wir nach Möglichkeit reduzieren und vor allem den Anteil der Nutzung an erneuerbarer Energie erhöhen, indem wir unsere PV-Anlage am Standort Dornierweg Münster um weitere 500 KWp auf 670 KWp ausbauen. Hierdurch soll ein Anteil von 35 % am Gesamt­strom­verbrauch erreicht werden.

5.2 IN DEN LIEFERKETTEN / INDIREKTE UM­WELT­ASPEKTE BETREFFEND

Um unsere negativen indirekten Umwelt­aspekte zu reduzieren, werden wir die Teilnahme unserer Lieferanten an den regelmäßigen Audits durch BSCI erhöhen. Wir haben hierzu einen Mitarbeitenden zum BSCI-Beauftragten ernannt und werden quartalsweise Audits durchführen, welche die Teilnahme und Ergebnisse der BSCI-Audits kontrollieren und wenn nötig zur Einleitung von Maßnahmen führen. Unsere BSCI-Quote möchten wir bis 2025 auf 80 % heben.

Im Garten­möbel­bereich verwenden wir bei 89 % unserer Produkte mit Holz FSC®- Zertifiziertes Holz. Diesen Anteil möchten wir weiter ausbauen und 2023 auf über 90 % erhöhen.

5.3 ALLGEMEIN

Natürlich beobachten wir weiterhin die Entwicklungen der nachhaltigen Technologien. Wir prüfen die Möglichkeit des Einsatzes von Wasserstoff und behalten die Entwicklung im Bereich der Mini-Windkraftanlagen im Auge. Wenn sich für uns ökologisch sinnvolle und wirtschaftlich mögliche Entwicklungen ergeben, werden wir diese nutzen.

Auch möchten wir neben dem subventionierten Mit­arbeiten­den-Fahrrad-Leasing weitere Anreize für die umwelt­freundliche Anfahrt zur Arbeit schaffen. Hier könnte ein finanzieller Zuschuss zum 49 Euro-Ticket erfolgen, um den ÖPNV für die Mitarbeitenden attraktiver zu machen.

Der Ausbau der E-Mobilität und der damit verbundenen Ladesäulen wird auch im Jahr 2023 eine wichtige Rolle spielen.

Aber auch die Unter­stützung sozialer, kultureller und ökologischer Projekte oder Verbände steht weiter in unserem Fokus. Unsere Unterstützung des Palliativ­netzes Münster behalten wir weiter bei. Des Weiteren haben wir bereits eine Unterstützung der Rieselfelder Münster angedacht. Wir wollen hier vor allem mit Sachspenden und Arbeits­einsätzen unterstützen, um auf Dauer eine Partnerschaft aufzubauen. Außerdem möchten wir mit den gemeinsamen Aktionen das Um­welt­bewusstsein der Mitarbeitenden weiter schärfen und den Teamgeist stärken.

Bei der Adressierung indirekter Umwelt­aspekte werden die vorbereitenden Arbeiten im Rahmen des Liefer­ketten­sorgfalts­pflichten­gesetzes (LkSG) unterstützend helfen. Wir begrüßen die zusätzliche Transparenz, die die ansonsten sehr komplexe Umsetzung dieses Gesetzes mit sich bringt.


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